Methode zur Wissensbewahrung

ProWis: Wissen - Prozesse - Management

Kurzbeschreibung: 

Bei einem Arbeitsplatzwechsel oder dem Ausscheiden aus dem Beruf wird durch die Wissensbewahrung der Erfahrungsschatz der Beschäftigten auf die Nachfolger und weiteren potenziellen Nutzern übertragen. Die Basis bilden dabei spezielle Experteninterviews, die für jede Situation maßgeschneidert werden. Zur Sicherung von Expertenwissen gibt es viele Methoden (z.B. Wissensstafette für den Führungswechsel).

Ziele/Nutzen: 

Ziele

  • Unterstützung des Transfer von Erfahrungs-, Fach-, Führungs- und Projektwissen
  • Systematischer Erfahrungsaustausch durch den Einsatz bewährter Checklisten und halb strukturierter Interviews
  • Sensibilisierung des Nachfolgers für explizite und implizite Aufgaben und Themen
  • Klären von Erwartungen und Zielvorgaben des Nachfolgers für die zukünftige Position
  • Schneller Austausch des Hintergrundwissens

Nutzen

  • Sicherstellung des Erfahrungstransfers
  • Sichere Entscheidungsfindung durch gezielten Wissenstransfer
  • Schnellere Einschätzung komplexer Themenfelder im neuen Verantwortungsbereich
  • Beschleunigte Vertrauensbildung zwischen Führungskraft und neuen Mitarbeitern
  • Konsequentere Ressourcennutzung
  • Reduzierung von Doppelentwicklungen
  • Verkürzung von Einarbeitungsphasen
Wichtige Rahmenbedingungen und Voraussetzungen: 
  • Enge Zusammenarbeit von Wissensträgern, Nachfolgern, Management und Mitarbeitern
  • Vermeidung schlagartiger Veränderung oder Auflösung von gewohnten Arbeitsabläufen und Beziehungsgeflechten
  • Materieller Anreiz (bspw. Monetär) als Instrument zur Verbesserung von Wissensgenerierung
  • Sicherstellung räumlicher und materieller Ressourcen für den Zeitraum der Wissensweitergabe
  • Sicherstellung eines gemeinsamen Erfahrungshintergrundes, damit die explizierten Informationen zum Wissenserwerb führen
Vorgehen: 
  • Definition der Wissensziele des Unternehmens
  • Diagnose des unternehmensrelevanten Kernwissens und dessen Wissensträger (z.B. Erstellung von Wissenslandkarten)
  • Festlegung der Methoden für den Wissenstransfer (siehe Abbildung)
  • Zeitliche Zuordnung der Methoden
  • Sicherstellung der Umsetzung der Maßnahmen
  • Feedback und Weiterentwicklung

 

Weiterführende Informationen: 

Synonyme / Ähnliche Methoden / Synergieeffekte

Es gibt unterschiedliche Methoden zur Wissensbewahrung, beispielhaft sind folgende genannt:

  • Wissensstafette
  • Mitarbeiter-Austrittsgespräch
  • Experteninterviews / Expertendebriefing
  • Triadengespräch
  • Austrittsbarriere

Literatur / Links

  • Kaiser, A. (2005): Volkswagen Wissensmanagement ww.deck „world wide development and exchange of corporate knowledge“ – Erfolgreich Übergänge gestalten: Die Wissensstafette von Volkswagen. Volkswagen AG.

Ansprechpartner

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 1.1 (136 Bewertungen)